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Slow Living

 

Frau sitzt am Fenster und genießt die Sonne mit einer Tasse in der Hand

Slow Living ist ein Lebensstil, der für mehr innere Ruhe und Gelassenheit und weniger Stress und Hektik stet, mit dem Ziel, ein gesundes Leben zu führen. Vielen sind die Auslöser für einen stressigen Alltag gar nicht bewusst. Arbeits- und Privatleben können Stressfaktoren sein, aber auch die ständige Erreichbarkeit kann mitunter ein Grund sein, der uns unterbewusst zu schaffen macht. Wir scrollen durch verschiedene Apps, um nichts zu verpassen, beantworten Nachrichten, sobald der Bildschirm aufleuchtet und nehmen das Smartphone überall mit hin. Dass das irgendwann auf unseren Gemütszustand schlagen kann, wundert nicht, viel mehr verlieren wir dadurch den Blick fürs Wesentliche. Sind wir mit Freunden unterwegs, ist das Smartphone immer griffbereit und wird in einem kurzen Moment der Stille in die Hand genommen, um zu schauen, ob es Neuigkeiten gibt. Auch Job und Privatleben können den Stresslevel hochschießen lassen, wenn beispielsweise ein Kollege erkrankt und Sie die Arbeit auffangen müssen oder wenn es zu Hause nicht ganz rund läuft. Das Resultat dieser Stressfaktoren, ob bewusst oder unbewusst, ist Gift für den eigenen Körper und auch das Umfeld. Wer gestresst ist, kann leicht in eine Gereiztheit verfallen. Der Frust muss irgendwann raus, manchmal trifft es dann eine wahllose Person.

 

Die Lösung für Stress beziehungsweise dessen Vermeidung lautet Slow Living. Es geht darum, bewusst langsam zu leben. Dieser Lebensstil konfrontiert Sie mit der Frage, warum Sie eigentlich gestresst sind. Slow Living, das ist mehr Bedeutung für die wirklich wichtigen Dinge. Entschleunigen Sie Ihren Alltag, aber ganz langsam. Denn ein schneller Wandel von Hektik zu Entspannung widerspricht den Slow Living-Prinzipien ebenso. Von hundert auf null, das geht nicht so einfach. Versuchen Sie, step by step das Tempo des Alltags bewusst zu reduzieren, um mehr Raum für das Wesentliche zu schaffen. Das Wesentliche können persönliche Beziehungen, Wohlbefinden, Natur, Kreativität oder Selbstreflexion sein. Schenken Sie den Bereichen, die Ihnen am Herzen liegen und bisher zu kurz gekommen sind, bewusst Ihre Aufmerksamkeit.

 

Woher kommt Slow Living?

Das Prinzip des Slow Livings hat sich aus der Slow Food-Bewegung entwickelt, die in den 1980er Jahren in Italien ihren Ursprung fand. Aus dem bewussten Auseinandersetzen mit Lebensmitteln und das Zurückkehren zu regionalen, traditionellen und genussvollen Essgewohnheiten, ist eine Philosophie geworden, die später auch auf andere Lebensbereiche übertragen wurde.

 

Unterschied Slow Living und Mindful Living

Slow Living und Mindful Living sind nicht das gleiche, obwohl man das vielleicht meinen möchte. Ersteres konzentriert sich darauf, das Leben bewusst zu entschleunigen, das Tempo in manchen Lebensbereichen zu reduzieren und den Fokus auf die wichtigen Dinge zu legen. Mindful Living fokussiert sich hingegen auf Achtsamkeit. Es geht darum, sich der eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst zu sein und diese ohne Bewertung zu beobachten. Statt auf dem gesamten Lebensrhythmus, liegt der Schwerpunkt auf der mentalen Präsenz und dem bewussten Erleben des gegenwärtigen Augenblicks.