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Speckendicken

Wenn die Tage kürzer werden, die Nordseeluft neblig und kalt durch die Straßen zwischen den reetgedeckten Häusern weht und drinnen das Kaminfeuer knistert, dann ist die Zeit für Speckendicken. Dieses traditionelle Rezept ist in Ostfriesland mehr als nur eine Mahlzeit, es ist ein Stück Heimatgefühl, das nach Wärme, Geselligkeit und Nostalgie schmeckt. Seit Generationen werden Speckendicken im Kreise von Familie und Freunden gebacken, während draußen der Winterwind an den Fensterläden rüttelt. Herzhafter Speck, ein würziger Teig und der Duft von Piment und Zimt machen sie zu einer Köstlichkeit, die perfekt in den Winter passt. Wenn Sie Speckendicken noch nicht kennen, können Sie im NAKUK eine kulinarische Tradition entdecken, die Herz und Bauch gleichermaßen wärmt.
Wonach schmecken Speckendicken?
Speckendicken mit gutem Mehl zubereitet sind eine echte ostfriesische Spezialität und erinnern an gemütliche Wintertage, an denen der Duft von frisch Gebackenem durchs Haus zieht. Eigentlich handelt es sich „nur“ um herzhafte Pfannkuchen. Ihr Teig ist dickflüssig und kräftig, traditionell aus Roggen- oder Weizenmehl zubereitet, verfeinert mit Milch, Eiern und einer Prise würziger Aromen wie Piment, Anis oder Zimt. Schon diese Gewürze verleihen den Speckendicken ihren unverwechselbaren, leicht weihnachtlichen Duft. Das Besondere, und namensgebend, ist der Speck. Bauchspeck oder durchwachsener Schinken wird in den Teig eingebacken und sorgt für den herzhaften Charakter dieser Köstlichkeit. Gebacken werden die Speckendicken alten Rezepten zufolge in einer schweren gusseisernen Pfanne, wie es sich für eine traditionelle Spezialität gehört. Früher geschah das über offenem Feuer, heute meist auf dem Herd, doch der rustikale Charme bleibt derselbe. Wer sie einmal probiert, versteht, warum Speckendicken in Ostfriesland wie ein Stück Heimat sind – warm, sättigend und so verführerisch, dass man kaum aufhören kann, sich Nachschlag zu nehmen.
Leckere ostfriesische Tradition
Speckendicken sind vor allem in Ostfriesland und Teilen Norddeutschlands verbreitet. Sie werden oft in geselliger Runde zubereitet und gegessen, meist mit einem Glas Korn oder Bier dazu. In manchen Familien gilt das Backen nach altem Speckendicken-Rezept als Neujahrstradition. Hier ist ein klassisches Rezept für Speckendicken, mit Mehl und Milch, wie sie traditionell in Ostfriesland zubereitet werden:
Zutaten für ca. 6 bis 8 Speckendicken nach traditionellem Rezept
- 250 g Roggenmehl (oder Mischung aus Roggen- und Weizenmehl)
- 250 g Weizenmehl
- 500 ml Milch (lauwarm)
- 2 Eier
- 1 Päckchen Trockenhefe oder ½ Würfel frische Hefe
- 1 TL Salz
- 1 EL Zucker
- ½ TL Piment (gemahlen)
- ½ TL Zimt
- optional: etwas Anis (zerstoßen)
- 200–250 g durchwachsener Speck (in dünne Scheiben oder Würfel geschnitten)
- Butterschmalz oder Öl zum Ausbacken
Zubereitung
- Teig ansetzen
Milch leicht erwärmen, Hefe und Zucker darin auflösen. Für die Speckendicken müssen Sie beide Sorten Mehl in eine Schüssel geben, Salz und Gewürze hinzufügen. Die Hefemilch und die Eier dazugeben und alles zu einem dickflüssigen Teig verrühren (ähnlich wie Pfannkuchenteig, aber etwas zäher). - Teig gehen lassen
Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 30 bis 45 Minuten gehen lassen, bis er Blasen wirft. - Speck vorbereiten
Währenddessen den Speck in einer Pfanne leicht anbraten, damit er etwas Fett verliert, aber nicht kross wird. - Speckendicken backen
Eine gusseiserne Pfanne oder eine große Bratpfanne erhitzen, Butterschmalz oder Öl zugeben. Eine Kelle Teig in die Pfanne geben und einige Speckstücke darauf verteilen. Bei mittlerer Hitze langsam backen, bis die Unterseite schön gebräunt ist, dann wenden und fertig backen. - Warm servieren
Traditionell werden Speckendicken heiß serviert. In Ostfriesland begleitet man das Ganze gern mit einem Klacks Butter und einem Korn oder Bier.





